Wärmenetze im Wandel

 

» Wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus?

» Welche Rolle spielen bestehende Gasnetze, wenn fossiles Erdgas zunehmend durch erneuerbare Energieträger ersetzt wird?

» Welches Potenzial bieten Tiefengeothermie, Biomethan oder Wasserstoff für unsere zukünftige Energieversorgung?

Diese und viele weitere Fragen beschäftigen Energieversorger und Netzbetreiber aktuell intensiv – und sie sind auch für uns als Anbieter von Komponenten und Lösungen für Wärme- und Energienetze von großer Bedeutung.


Unsere Produkte bleiben state-of-the-art

Damit wir stets am Puls der Zeit agieren und Lösungen für die Netze von morgen entwickeln und bereitstellen können, verfolgen wir Marktentwicklungen immer sehr genau.

Wir müssen verstehen, welche Anforderungen Betreiber heute beschäftigen und welche Rahmenbedingungen künftig relevant werden. Genau deshalb ist für uns der persönliche Austausch mit Netzmeister:innen, Betriebsverantwortlichen und Fachleuten aus der Branche besonders wertvoll.

Das Netzmeistertreffen 2026 am 22. und 23. Oktober in der Messe Wels bietet dafür eine ideale Plattform. Unter dem Schwerpunktthema „Wärmenetze im Wandel – Praxis, Technik und Strategien“ kommen Fachleute aus Betriebsführung und Netzbau zusammen, um Erfahrungen aus der Praxis zu teilen, aktuelle technische Entwicklungen zu diskutieren und voneinander zu lernen.
KLINGER Gebetsroither ist auch in diesem Jahr mit dabei – vor allem, um zuzuhören, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse mitzunehmen.

Denn viele Herausforderungen rund um die zukünftige Wärmeversorgung lassen sich nur dann sinnvoll lösen, wenn Betreiber, Hersteller, Lieferanten und technische Fachleute ihr Know-how miteinander teilen.
Mit dem Wissen über mögliche geänderte Rahmenbedingungen (Temperaturen, Druckstufen, Medien etc.) sind wir in der Lage, unsere Armaturen und sonstigen Anlagenkomponenten entsprechend zukunftsfit zu gestalten.
 


Exkurs: Fachverband Gas Wärme
Der Fachverband Gas Wärme (FGW) vertritt rund 400 Unternehmen aus der österreichischen Gas-, Wärme- und Kälteversorgung. Dazu gehören unter anderem Gasnetzbetreiber, Gashändler und Speicherbetreiber sowie Wärme- und Kälteversorgungsunternehmen. Der Verband versteht sich als Interessenvertretung der Branche und beschäftigt sich mit den Rahmenbedingungen und Zukunftsthemen der Energieversorgung in Österreich. 
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf Gas- und Fernwärmeinfrastrukturen und deren Weiterentwicklung im Zuge der Transformation des Energiesystems.


Die Wärmeversorgung verändert sich

Die Energieversorgung der kommenden Jahrzehnte wird voraussichtlich nicht von einer einzelnen Technologie oder einem einzigen Energieträger geprägt sein. Vielmehr geht es darum, unterschiedliche Energiequellen sinnvoll miteinander zu kombinieren und bestehende Infrastrukturen weiterzuentwickeln.
Gerade Fernwärmenetze bieten dafür interessante Möglichkeiten: Wärme kann aus unterschiedlichen Quellen stammen – beispielsweise aus industrieller Abwärme, Biomasse, Müll- und Reststoffverwertung oder Tiefengeothermie. Der FGW sieht gerade in dieser Flexibilität einen wesentlichen Vorteil von Fernwärmesystemen. 


Geothermie: Wärme direkt aus der Tiefe

Eine Technologie, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Tiefengeothermie. Dabei wird die im Untergrund vorhandene Wärme erschlossen und beispielsweise für Fernwärmenetze genutzt.
Der Klima- und Energiefonds unterstützt aktuell Projekte, mit denen das Potenzial der Tiefengeothermie in Österreich untersucht und erschlossen werden soll. Einsatzmöglichkeiten bestehen insbesondere für Fernwärme- und Fernkältenetze sowie teilweise auch für industrielle Prozesse. Gleichzeitig ist Geothermie stark von den geologischen Voraussetzungen am jeweiligen Standort abhängig und erfordert insbesondere in der Erschließungsphase erhebliche Investitionen. 
Damit kann Geothermie dort, wo die geologischen Bedingungen passen, zu einem wichtigen Baustein einer erneuerbaren Wärmeversorgung werden.



Und welche Zukunft hat Gas?

Auch die Gasversorgung steht vor einem grundlegenden Wandel. Entscheidend ist dabei zunehmend die Frage, welches Gas künftig durch die Leitungen transportiert wird.
Neben fossilem Erdgas können gasförmige Energieträger aus erneuerbaren Quellen eingesetzt werden. Unter „Grünem Gas“ werden unter anderem Biomethan, erneuerbarer Wasserstoff und synthetische Gase auf Basis erneuerbarer Energie zusammengefasst. Biomethan kann nach entsprechender Aufbereitung beispielsweise in bestehende Gasnetze eingespeist werden. 
Gerade für industrielle Anwendungen, in denen hohe Temperaturen benötigt werden oder eine direkte Elektrifizierung technisch schwierig ist, können gasförmige Energieträger auch langfristig eine wichtige Funktion übernehmen. Parallel dazu wird bereits am Aufbau einer entsprechenden Wasserstoffinfrastruktur gearbeitet. 
 


Fazit

Eine aktuelle Untersuchung zu den erneuerbaren Energiepotenzialen Österreichs sieht insbesondere Umwelt- und Umgebungswärme sowie oberflächennahe Geothermie als wichtige Bausteine der zukünftigen Wärmeversorgung. Tiefe Geothermie kann standortabhängig einen zusätzlichen Beitrag leisten. 
Damit wandelt sich nicht nur die Art, wie Energie erzeugt wird, sondern auch die Aufgabe der Netze: Sie müssen unterschiedliche Energiequellen integrieren, Versorgungssicherheit gewährleisten und gleichzeitig den Übergang zu einer zunehmend erneuerbaren Energieversorgung ermöglichen.
Genau dieser Wandel macht den fachlichen Austausch zwischen Netzbetreibern, Energieversorgern, Technologieunternehmen und Lösungsanbietern besonders wichtig.
Wir freuen uns deshalb auf das Netzmeistertreffen 2026 in Wels, interessante Gespräche und den Austausch über die Wärmenetze von morgen.
 


Markus Fröller, Markus Fuchs und Peter Glatz (v.l.n.r.) freuen sich auf den Austausch mit Ihnen beim Netzmeistertreffen!

Bei Fragen kontaktieren Sie office@gebetsroither.at.

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