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In der Lebensmittelverarbeitung gelten kompromisslose Standards. Hygiene, Lebensmittelsicherheit und Betriebseffizienz stehen im Zentrum – und oft entscheidet ein unscheinbares Bauteil über Erfolg oder Stillstand: der Schlauch. Ob als Verbindung von Prozessmodulen, zur Förderung sensibler Medien oder für CIP-Reinigungen – der richtige Schlauch für Lebensmittel ist essenziell. Doch welche Anforderungen gelten? Welche Normen sind zu beachten? Und worin unterscheidet sich ein Lebensmittelschlauch von einem Trinkwasserschlauch?
Dieser Beitrag liefert Ihnen praktisches Fachwissen, gibt klare Entscheidungshilfen und zeigt Ihnen, warum KLINGER Gebetsroither die erste Adresse für hochwertige Schlauchsysteme in der Lebensmittelindustrie ist.
Ein Schlauch für Lebensmittel ist nicht einfach irgendein Förderschlauch. Er muss besonders hohen gesetzlichen, hygienischen und technischen Anforderungen entsprechen.
Zu den grundlegenden Eigenschaften zählen:
Lebensmittelschläuche werden in unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt. Unter anderem als Vakuumschläuche, Wellschläuche, Dampfschläuche, Saug- und Druckschläuche sowie Nahrungsmittelschläuche und Getränkeschläuche, zu denen auch Bierschläuche, Weinschläuche und Softdrinkschläuche gehören.
Lebensmittelschläuche gibt es in unterschiedlichsten Werkstoffen – abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzbereich stehen unter anderem Varianten aus NBR, EPDM, Butyl, TPE, Silikon, PVC und PTFE zur Verfügung.
💡 Praxis-Tipp: Achten Sie auf weiße oder transparente Innenbeschichtungen und entsprechende Kennzeichnungen – viele minderwertige Importprodukte tragen keine eindeutigen Zulassungen.
Ein häufiger Irrtum: Lebensmittelschlauch = Trinkwasserschlauch. Tatsächlich sind die Anforderungen für Trinkwasser deutlich strenger.

Ein Trinkwasserschlauch darf keinerlei gesundheitsgefährdende Substanzen abgeben – weder bei Erstkontakt noch nach monatelanger Nutzung.
Die Abkürzung KTW bei Trinkwasserschläuchen steht für „Kunststoff-Trinkwasser“ und beschreibt die Anforderungen, die ein Trinkwasserschlauch erfüllen muss, um offiziell zugelassen zu werden. Denn: Ein Lebensmittelschlauch ist nicht automatisch auch für den Transport von Trinkwasser geeignet, und umgekehrt kann ein Trinkwasserschlauch nicht automatisch für Lebensmittel eingesetzt werden.
💡 Praxis-Tipp: KLINGER bietet hier z. B. hochwertige Silikonschläuche mit KTW-A-Zertifikat für kommunale und industrielle Anwendungen.
Je nach Medium, Temperatur und Reinigungsbedarf sind unterschiedliche Schlauchmaterialien im Einsatz. Eine Auswahl aus unserem Sortiment:

Cleaning in Place (CIP), auf Deutsch „Reinigung vor Ort“, ist ein etabliertes, vollautomatisches Reinigungsverfahren, bei dem Produktionsanlagen, Rohrleitungssysteme und Schläuche ohne Demontage gereinigt werden. Entwickelt wurde das CIP-System ursprünglich für Molkereien, heute ist es Standard in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Besonders in Brauereien und in der Biotechnologie ist die CIP-Reinigung unverzichtbar – dort schließt sich häufig eine Sterilization in Place (SIP) an.
Ein typischer CIP-Prozess in der Lebensmittelindustrie umfasst mehrere Reinigungsstufen im Kreis- oder Durchlaufverfahren:
Dank moderner CIP-Steuerung lassen sich Temperatur, Konzentration, Ablauf und Dauer der Reinigungszyklen exakt regeln – ressourcenschonend und normkonform.
Wichtig ist dabei:
💡 Unser Tipp: Verwenden Sie ausschließlich CIP-fähige Schläuche mit glatter, porenfreier Innenwand (Seele) – zum Beispiel aus PTFE oder EPDM) – die den hohen Hygieneanforderungen standhalten und zuverlässig gereinigt werden können. und dokumentieren Sie Ihre Reinigungszyklen.
Damit eine CIP-Reinigung zuverlässig funktioniert, spielen nicht nur Material- und Schlauchauswahl eine Rolle – auch die richtige Anschlussart ist entscheidend für Hygiene, Sicherheit und Prozessstabilität.
Die Wahl der richtigen Anschlussart ist ein oft unterschätzter, aber essenzieller Faktor für Prozesssicherheit, Reinigbarkeit und Betriebskosten in der Lebensmittelindustrie. Denn: Selbst der beste Schlauch für Lebensmittel verliert seine hygienische Integrität, wenn die Verbindung zur Anlage nicht fachgerecht oder totraumfrei ausgeführt ist.
Ob für CIP-/SIP-Reinigung, sensible Medien wie Milch oder Schokolade oder für den Druckbetrieb – die passende Anschlusslösung entscheidet mit über Qualität und Ausfallsicherheit.

💡 Unser Tipp: Für CIP- und ATEX-Anwendungen empfehlen wir ausschließlich verpresste Armaturen mit glatter Übergangsgeometrie.
Unsere Expert:innen beraten Sie gerne persönlich zur optimalen Kombination aus Schlauchtyp, Anschlussart und Betriebsumgebung – inklusive technischer Spezifikation, Materialbeständigkeit und branchenspezifischer Zulassungen.
Neben der hygienischen Verbindung spielt auch der sichere Umgang mit explosionsgefährdeten Medien eine zentrale Rolle – hier kommen leitfähige ATEX-Schläuche ins Spiel.
In explosionsgefährdeten Bereichen (EX-Zonen) ist der sichere Einsatz von Schlauchleitungen ein zentraler Faktor für den Schutz von Mensch, Maschine und Umwelt. Denn durch die Förderung bestimmter Medien – Alkohol, Zucker, Farbpulver oder Salz – kann durch das Hindurchströmen des Mediums oder durch das Bewegen eines Schlauchs über den Boden eine elektrostatische Aufladung aufgebaut werden. Diese Aufladung könnte zum Beispiel beim Ankuppeln der Schlauchleitung einen Zündfunken auslösen und ein explosionsfähiges Gemisch zum Zünden bringen.
Um dieses Risiko auszuschließen, gelten strenge europäische und internationale Vorschriften für Schlauchleitungen, die mit Flüssigkeiten betrieben werden, deren Gase explosionsgefährliche Gemische bilden können und / oder welche in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.
Die relevanten Normen sind:
Ein zentrales Konstruktionsmerkmal eines ATEX-Schlauchs ist der elektrische Durchgangswiderstand zwischen den beiden Endarmaturen. Dieser darf in sicherheitskritischen Anwendungen nicht über 10⁹ Ohm liegen. In solchen Fällen muss die im Inneren der Schlauchwand entstehende Ladung zuverlässig durch die gesamte Schlauchstruktur abgeleitet werden – eine Aufgabe, die nur ein durchgängig leitfähiger Schlauch erfüllt.
Für Anwendungen mit geringerer Gefährdung, etwa Befüllleitungen, bei denen die EX-Zone nur auf den unmittelbaren Kuppelbereich beschränkt ist, ist nicht zwingend eine vollständig leitfähige Wand erforderlich – dennoch empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen der Einsatz eines zertifizierten leitfähigen Schlauchs mit ATEX-Kennzeichnung.
Der Schlauch für Lebensmittel ist mehr als ein Verbindungselement – er ist ein Hygieneglied in der Sicherheitskette. Wer auf zertifizierte Qualität, durchdachte Materialwahl und eine professionelle Schlauchkonfektionierung setzt, minimiert Stillstandszeiten, sichert Produktqualität und erfüllt gesetzliche Anforderungen.
KLINGER Gebetsroither ist Ihr Partner für individuelle, sichere und wirtschaftliche Schlauchlösungen – mit Handschlagqualität und Fachkompetenz.
Jetzt beraten lassen: Sie benötigen einen lebensmittelechten Schlauch, einen CIP-fähigen Dampfschlauch oder eine ATEX-konforme Speziallösung? Wir helfen Ihnen gerne weiter – persönlich, praxisnah und lösungsorientiert.
Und gleich Kontakt mit uns aufnehmen ...
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